VOLKER W. NIED

VERMÖGENS- / UNTERNEHMENSBERATUNG

Historische Entwicklungen Goldverbot

Goldverbot in den USA

Das in der Geschichte am meisten diskutierte Goldbesitzverbot bestand in den USA. Es wurde 1933 von Präsident Roosevelt erlassen.

Vorangegangen war die Weltwirtschaftskrise ab 1929, die 1933 ihren Höhepunkt fand. Die Wirtschaftswerte der Bürger verfielen drastisch. Deshalb wurde von den Amerikanern Gold gehortet.

Die Bürger wurden per Gesetz gezwungen, ihre Goldbestände zum Preis 20,67 je Unze beim Staat abzuliefern. Betroffen waren Münzen, Barren und Gold-Zertifikate. Der Freibetrag lag bei US $ 100.

Bankschließfächer wurden gesperrt und dann von staatlicher Stelle zwangsweise geöffnet. Beschlagnahmtes Gold wurde entschädigungslos enteignet. Hohe Geldstrafen wurden verhängt. Es drohte auch Haft von bis zu 10 Jahren.

Das Goldbesitzverbot in den USA bestand für 41 Jahre, bis zum Jahre 1974.

Bis in die 1950er Jahren waren die USA daher der größte Eigentümer von Goldreserven, von über 10.000 Tonnen. Es handelte sich im wesentlichen um das von den Amerikanern konfiszierte und dann in Barren eingeschmolzene Gold.

Goldverbote in Deutschland

Im Jahre 1916 lief im damaligen Deutschland eine Regierungskampagne „Gold geb ich für Eisen“. Damit sollte der erste Weltkrieg weiter finanziert werden. Kritische Stimmen besagen, dass neben der sozialen Ächtung von Gold und Schmuck auch ein erheblicher Druck auf die Bevölkerung ausgeübt wurde.

1923 begab Reichspräsident Friedrich Ebert eine gesetzliche Zwangsanleihe zum Eintausch von Gold. Ende 1924 wurde das Goldbesitzverbot für einige Monate aufgehoben. Wegen der Weltwirtschaftskrise schränkten Restriktionen den Besitz von Gold und Devisen wieder ein. Durch Verordnungen gegen Kapital- und Steuerflucht wurden Gold und Devisen wieder verboten. Die Verordnungen wurden durch das Gesetz „Verrat am Deutschen Volk“ untermauert. Unter den Nationalsozialisten erfolgte dann ein erneutes, direktes Goldbesitzverbot.

Die Besatzungsmächte in Westdeutschland wiederholten dann das Goldbesitzverbot erneut.

Hinweis: sehen Sie bitte mein exemplarisches Beispiel zu Goldpfandbriefen unter der Rubrik „Vermögensenteignungen“.

Derzeitige Entwicklung zu Gold

Mit den in den letzten Jahren erlassenen und verschärften Geldwäsche Gesetzen wurden Banken und Edelmetallhändler zu Aufzeichnungen über gekaufte und verkaufte Bestände verpflichtet. Die Personalien der Käufer und Verkäufer werden seit einigen Jahren festgehalten. Alle diese Daten sind von staatlicher Stelle auf besondere Anweisung jederzeit abrufbar.

Seit Februar 2019 diskutiert der Internationale Währungsfonds (IWF) wieder das private Goldbesitzverbot zum Schutze für die Währungspolitik der Zentralbanken.

Sprechen Sie heute mit Menschen, die sich mit einem möglichen Goldbesitzverbot auseinander gesetzt haben, so hören Sie Kommentare wie folgende:

  • Heute ist die Situation ganz anders. Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert. Ein Goldverbot wird es nicht geben.
  • Unsere freiheitliche Ordnung lässt ein Goldverbot nicht zu.
  • Ein Goldverbot wäre theoretisch denkbar, aber nicht durchsetzbar.
  • Der Staat kann Gold verbieten, aber mein eigenes Gold bekommt er nicht……

Diskussionen um obige oder ähnliche Thesen bringen uns nicht wirklich zu sachlichen Entscheidungen.

Künftiges, sehr wahrscheinliches Goldbesitzverbot

Aufklärung kann nur eine volkswirtschaftliche Projektion zukünftiger Wirtschaftsentwicklungen bringen.

Folgende Kernthesen durchziehen meine Webseite:

  • Bankenzusammenbrüche weltweit
  • Staatsbankrotte weltweit
  • Währungsreformen weltweit
  • Folglich lang anhaltende Weltwirtschaftskrise weltweit
  • Folglich Wirtschaftsdepression aller großen Volkswirtschaften weltweit

Wenn Sie Deutschland unter diesem Szenario künftig betrachten, werden wir folgende volkswirtschaftliche Situation haben:

Ausgehend von heute, ist Deutschland eine Exportnation. Seine Schlüsselindustrien sind Automobilindustrie, Maschinenbau, Chemie- und Pharmaindustrie.

Mit den Exporterlösen der Schlüsselindustrien bezahlt das deutsche Volk seine Energie- und Lebensmittelimporte sowie heute viele andere nützliche / erfreuliche Dinge.

In dem Szenario einer lang anhaltenden Wirtschaftsdepression der großen Volkswirtschaften, werde die anderen Nationen bzw. deren Marktteilnehmer / Bürger kaum mehr Autos, Maschinen oder Chemie für die industrielle Produktion nachfragen bzw. kaufen. Für Pharma Produkte wird in vielen Fällen aufgrund der Depression ebenso das Geld fehlen.

Nun stellt sich für Deutschland die entscheidende Frage:

Wie bezahlt das Land seine lebensnotwendigen, zu importierenden Agrarprodukte und Energie zum Überleben.

Grob geschätzt importiert Deutschland 50% seiner Lebensmittel und mehr als 50% seiner Energie.

Bezüglich der benötigten Treibstoffe für Pkw und Lkw können dem privaten Verbraucher Beschränkungen auferlegt werden. Bei Gas, Strom, Kohle und Heizöl sieht das schon ganz anders aus – besonders in kalten Wintern. Ebenso wird die Bevölkerung bei fehlenden Lebensmitteln nicht ruhig halten.

Die Energie und Lebensmittel exportierenden Länder werden künftig nur gegen sofortige Bezahlung liefern. Supra-nationale Kredite werden aufgrund des Staatsbankrottes und der Währungsreform für längere Zeit nicht mehr vergeben.

Zur Begleichung von Energie- und Lebensmittelimporten kann das Land nur mit einem geldgleichen Gold bezahlen.

Vieles vom jetzigen Deutschen Gold ist im internationalen Banken Markt „verliehen“ und kann nicht mehr zurückgegeben werden. Ebenso liegen Teile des Deutschen Goldes im Ausland. Deren Rückgabe an Deutschland ist ebenfalls zweifelhaft.

Nun verbleibt zur Bezahlung lebensnotwendiger Energie und Lebensmittel nur das Gold der Bürger.

Jede Regierung, egal aus welcher politischen Richtung wird gezwungen sein, das Gold der Bürger zu beschlagnahmen.

Wahrscheinlich wird das Gold gegen Ausgabe von Schuldtiteln (Anleihen) zu einem geringen Wert eingezogen.

Durchsetzbarkeit eines Goldbesitzverbotes in Deutschland

Notstandsgesetze, ggf. mit künftigen Erweiterungen werden ein Goldbesitzverbot auch nach dem Deutschen Grundgesetz erlauben – Motto: Sozialbindung von Eigentum.

Die Durchsetzung wird mit folgenden Maßnahmen weitgehend erfolgreich sein:

  • Gesetzliche Goldablieferungspflicht, z.B. bei der Bundesbank / Landeszentralbank
  • Entschädigungen zu einem geringen Wert mit Schuldscheinen
  • Goldhandelsverbot – Ausnahme z.B. mit der Bundesbank / Landeszentralbank
  • Drastische Strafandrohungen: hohe Geld- und Gefängnisstrafen
  • Mitteilungen aller Banken und Goldhändler über Goldverkäufe der letzten 10 Jahre an das Zentralfinanzamt in Nürnberg. Anmerkung: die Banken haben diese Infos innerhalb weniger Tage zur Verfügung (elektronische Meldungen)
  • Versiegelung der Bankschließfächer
  • Hausdurchsuchungen des Finanzamtes in Verdachtsfällen
  • Entschädigungslose Enteignung bei Nichtandienung
  • Die Proteste der Bevölkerung werden gering sein – es trifft ja nur die „Reichen“. Große Teile der verarmten Bevölkerung werden diesen Schritt sogar ausdrücklich begrüßen
  • Denunzianten (neidende Nachbarn oder Bekannte) werden dem Staat mit (anonymen) Anzeigen behilflich sein.

Mit diesen Maßnahmen wird der Staat vermutlich 60 bis 70% des Deutschen, privaten Goldes konfiszieren können.

Schutzmaßnahmen gegen Goldverbote

Einige, ausgewählte Schutzmaßnahmen, legaler Art, sind Gegenstand meiner persönlichen, kostenpflichtigen Beratung. Sprechen Sie mich an.